Home » Beitrag veröffentlicht von simonpetrus

Archiv des Autors: simonpetrus

Herzlich willkommen bei der SELK in Nürnberg!

Ich freue mich über Ihr Interesse an der Simon Petrus Gemeinde. Wir sind Teil der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Vielleicht sorgt das auf den ersten Blick für Stirnrunzeln: „selbständig”, das klingt nach Freikirche, aber „lutherisch” – das ist hier in Franken doch auch die Landeskirche?

Als Teil der Selbständigen Evangelisch- Lutherischen Kirche möchten wir in der Simon Petrus Gemeinde unseren christlichen Glauben auf der Basis der Auslegung Martin Luthers leben: In der Gewissheit, dass wir allein auf die Liebe und Gnade Gottes setzen dürfen.
Auf diesen Seiten bringen wir Ihnen unsere Gemeinde ein Stück näher. Stöbern Sie und besuchen Sie gerne unsere Veranstaltungen. Ich lade Sie herzlich ein, unsere Gemeinde näher kennenzulernen – vielleicht im Gottesdienst an einem Sonntag?

Ihr Wolfang Schmidt
Pfarrer i.R.

Andacht zu Johannes 1, 14

Andacht zu Johannes 14,19

© Dieter Schütz / pixelio

 

Und es ist noch eine kleine Zeit, dann wird mich die Welt nicht mehr sehen. Ihr aber sollt mich sehen, denn ich lebe und ihr sollt auch leben.
Johannes 14,19

 

Jesus Christus ist von den Toten auferstanden!

Um das als Wahrheit zu erkennen, braucht man einen starken, festen Glauben, der uns den zweiten Glaubensartikel „Niedergefahren zur Hölle, am dritten Tag auferstanden von den Toten, aufgefahren zum Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von wo er kommen wird, um die Lebendigen und die Toten zu richten« stark und fest in die Seele pflanzt.

Daher soll man sich diese Worte „ Christus ist von den Toten auferstanden!“ sehr gut merken und sie mit Buchstaben, groß wie ein Turm, aufschreiben, damit wir nichts anderes sehen, hören, denken und wissen als diesen herrlichen Satz.

Glauben wir dies von ganzem Herzen, dann haben wir es gut im Leben und im Sterben.

Denn Christus hat nicht für sich den Tod überwunden und ist von den Toten auferstanden, sondern du musst es so verstehen, dass es auch uns gilt.

M. Luther aus: „Luthers Wegweiser für jeden Tag“, 2011

 

Auch wir sind mit in das Wort „auferstanden“ hineingenommen und werden auferstehen und mit Christus ewig leben.

Jesus lebt! Nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben.

Welchen Trost in Todesnot wirst du meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu dir spricht: »Herr, Herr, meine Zuversicht!«
Christian F. Gellert

 

Mit dieser kurzen Predigt grüßt Sie alle

Ihr Hans-Hermann Holst, Pfarrer

Andacht zu Matthäus 18, 3

© Simone Hainz / pixelio

Jesus Christus spricht: Wenn ihr nicht umkehrt
und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.
Matthäus 18, 3

Liebe Gemeindeglieder und Freunde der Gemeinde!
Wir können doch nicht mehr Kinder sein! Zurück in die Kindheit. Geht nicht! Das Leben ist teilweise oder überwiegend gelebt, die Weichen sind gestellt. Wenn man deutlich die Hälfte der Lebenszeit überschritten hat, nimmt die restliche Lebenszeit immer weiter ab. Allenfalls in Gedanken und sehnsuchtsvollen Träumen flüchten wir in unser vermeintliches Kindheitsparadies. War Jesus ein Träumer? Der Zusammenhang hilft uns zum Verstehen: Die Jünger Jesu fragen ihn, wer wohl der Größte im Himmelreich sei. Jesus hält ihnen jetzt keinen Vortrag, keine (Moral-)Predigt: Hackordnung noch im Himmelreich? Wer ist die Schönste, der Beste, der Größte? Macht er nicht. Vielmehr stellt er ein Kind mitten vor sie.

Ihr erwachsenen Christen irrt euch. Ihr seid auf dem falschen Weg. Ihr müßt umkehren, Anderes, Neues denken, sonst erreicht ihr das Ziel nicht. Lernt von einem Kind!

Wir sind auf dem falschen Weg, wenn wir meinen, wir wären Gott schon recht, wir hätten ja schon Einiges erreicht, wir hätten ja noch nie etwas Böses getan, noch nie gestohlen oder getötet. Was uns mit Jesus in Verbindung bringt, ist umzukehren. Der Weg zu Gott geht über die Umkehr. Wir sollen „werden wie Kinder“. Werden wir Kinder, das meint nicht, wieder klein, unselbstständig und kindisch zu werden. Jesus spielt mit diesem Gedanken auf das Vertrauen der Kinder an. Stell´ dir die Situation vor: Ein Kind bringt sein kaputtes Spielzeug zum Vater und bittet ihn: „Mach es wieder ganz!“ Darum geht es Jesus: Um das Vertrauen, das dem Vater im Himmel zutraut, alles wieder in Ordnung zu bringen. „Wie die Kinder werden“ bedeutet: Seine Hoffnung auf Gott setzen, alles von ihm erwarten und sich ganz auf ihn verlassen. Wer seinen falschen Weg verlässt und umkehrt, wer heimkehrt zu Gott und von ihm alles erwartet, wer Gott wie ein Kind vertraut, dem öffnet sich das Tor zur ewigen Welt Gottes.

Dieses kindliche Vertrauen zu unserem himmlischen Vater wünsche ich Ihnen / euch allen und mir, Ihr Hans-H. Holst, Pfarrer

Andacht zu Lukas 10, 21f.

© knipseline / pixelio

Zu der Stunde freute sich Jesus im Heiligen Geist und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Wesen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. Ja, Vater, so hat es dir wohlgefallen. Alles ist mir übergeben von meinem Vater. Und niemand weiß, wer der Sohn ist, als nur der Vater, noch, wer der Vater ist, als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will.

Vielleicht hast du solche Meinungen auch schon gehört: Wenn es darum geht, dass das Heil allein in Jesus Christus liegt, dann kann man schnell den Vorwurf hören, dass man intolerant sei. Oder vermeintlich gebildete Menschen gehen ganz klar davon aus, dass alle Religionen das Ergebnis menschlichen Nachdenkens über Gott sind. Und wieso sollte da irgendjemand meinen, er sei klüger als die anderen und seine Religion die einzig richtige?! Wir glauben letztlich doch alle an den gleichen Gott!

Sollten wir als Christen also vielleicht den Mund doch nicht so voll nehmen, sollten wir den christlichen Glauben vielleicht doch nur als einen Weg zu Gott unter vielen verkündigen?

Wenn wir das tun, nehmen wir nicht ernst, was Jesus Christus in diesem Bibelwort sagt. Jesus selber macht deutlich, dass es im christlichen Glauben nicht um kluge Gedanken geht, die Menschen sich über Gott machen. Die klugen Gedanken der Menschen vermögen den lebendigen Gott eben gerade nicht zu erfassen, sondern führen immer wieder an Gott vorbei, erschaffen sich ein Bild von Gott, das mit dem realen Gott gerade nichts zu tun hat. Und das gilt gerade auch für all diejenigen, die scheinbar wissend behaupten, alle Menschen würden doch an denselben Gott glauben. Was zunächst logisch klingt, beweist in Wirklichkeit nur, dass man sich mit seiner eigenen, bequemen Vorstellung von Gott zufrieden gibt und sich lieber nicht mit dem Gedanken befasst, dass sich der lebendige Gott tatsächlich ganz konkret uns Menschen zu erkennen gegeben hat.

Jesus behauptet, dass er nicht nur religiöser Lehrer, sondern der Sohn Gottes des Vaters ist. Er allein kennt den Vater und kann aus dieser Anschauung heraus etwas über Gott den Vater sagen. Wo er, Jesus ist, da ist Gott selber zu sehen, da ist Gott selber gegenwärtig. „Selig sind die Augen, die sehen, was ihr seht!“ – So verkündigt es Jesus hier seinen Zuhörern im nächsten Vers. Dabei sahen die Menschen ihm seine Gottessohnschaft nicht an. Dass er wirklich der Sohn Gottes ist, der da vor ihnen steht, das vermochten die Menschen nur zu erkennen, wenn sie auf sein Wort hörten, wenn sie dieses Wort ernst nahmen, ja, wenn Christus selber ihnen durch dieses Wort die Augen für ihn, für seine Person öffnete, sich ihnen offenbarte, wie es hier heißt.

Auch wir sehen in unserem Gottesdienst nichts Überragendes: u.a. eine Predigt, Hostien und Wein. Alles so wenig beeindruckend wie der Anblick dieses Jesus von Nazareth damals für seine Zuhörer. Doch Jesus öffnet uns auch heute Augen und Ohren, gerade nicht, weil wir so klug wären, sondern gerade weil wir nicht versuchen, mit unserer eigenen Klugheit an Gott heranzukommen. Wir dürfen hören, wie der lebendige Gott durch menschliche Worte zu uns spricht, dürfen in den Gestalten von Brot und Wein den ewigen Gott erkennen und ihn in uns aufnehmen. Wir dürfen seit dem Pfingstfest wissen, wer Gott ist: Der Vater, der seinen Sohn für uns in den Tod gibt und uns dies durch seinen Heiligen Geist erkennen lässt. Dies kann und soll uns zu einer Freude führen, die uns davon abhält, den lebendigen Gott mit allen möglichen anderen religiösen Gottesvorstellungen gleichzusetzen. Diese Freude soll uns dazu drängen, die frohe Botschaft von dem nahen, liebenden Gott allen Menschen zu verkündigen. Keine Theorie bringt uns Gott näher, sondern der Heilige Geist, der uns die Liebe Gottes in seinem Sohn Christus offenbart.

Gott segne uns zur Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus,
Ihr Pfr. Hans-Hermann Holst

Andacht zu Johannes 1, 29b

Das Titelbild dieses Gemeindebriefes lenkt unseren Blick auf das Osterlamm.
Nein, es geht nicht um das niedliche Osterlamm, das zitternd und blökend in der Frühlingssonne auf der Weide steht. Es geht auch nicht um das süße Osterlamm aus Schokolade oder Kuchenteig auf dem Frühstückstisch am Ostermorgen.
Es geht um das Lamm, auf das Johannes der Täufer seine Jünger und uns hinweist: Siehe, das ist Gottes Lamm! Das Foto des Altarfensters aus dem Heilig-Geist-Stift in Lübeck vereinigt die verschiedenen Gedanken und Vorstellungen der Hl. Schrift zu diesem Lamm und wird uns so zum Wegweiser durch die Gottesdienste der vor uns liegenden Monate.
Da ist zunächst die alttestamentliche Vorstellung vom Opferlamm, besonders von den Passah-Lämmern, deren Blut beim Auszug der Israeliten aus Ägypten als Schutzzeichen vor dem Todesengel an den Türpfosten gestrichen wurde.
Darauf spielt Johannes der Täufer an, wenn er sagt: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt.
Dieses Lamm, Jesus Christus, der Sohn des lebendigen ewigen Gottes, wurde für uns am Kreuz auf Golgatha getötet und geopfert. Das ist die gewaltige und all unsere Vorstellungen übersteigende Botschaft des Karfreitags.
Greifbare Wirklichkeit wird das für uns am Gründonnerstag, wenn wir die Einsetzung des Heiligen Abendmahles feiern. Das verdeutlicht auf unserem Titelbild der Kelch, in den das Blut des Lammes strömt. Dies Blut macht uns rein von aller Sünde und bewahrt uns vor dem ewigen Tod und der Verdammnis.
Aber das Titelbild lenkt unseren Blick über das alttestamentliche Passah-Lamm und das für uns am Kreuz geopferte Lamm hinaus auf das Lamm, das am Ostermorgen den Tod besiegt, die Siegesfahne in der Hand hält und als Sieger für alle Ewigkeit auf dem Thron Gottes sitzt.
Das dürfen wir dankbar miterleben in den Gottesdiensten der vor uns lie-genden Passions- und Osterzeit, zu denen ganz herzlich eingeladen wird und zu denen ich uns Gottes Segen wünsche.

Pfr. i.R. Wolfgang Schmidt

Willkommen bei der SELK in Nürnberg

Die Webseite der Simon Petrus Gemeinde e.V. der SELK in Nürnberg wird gerade überarbeitet. Warten Sie ab – hier wird viel geschehen. Bis es soweit ist gibt es HIER DEN GOTTESDIENSTPLAN und im Folgenden unseren Gemeindeprospekt: